
Anfang der 1930er Jahre zieht die Malerin Anna Boberg alleine in ihre Hütte auf die Lofoten. Von November an will sie dort überwintern und malen. Will dieses besondere Licht einfangen, das den Schnee zum Leuchten bringt. Die Hütte hat ihr ihr Mann, der Architekt Ferdinand Boberg, gebaut, mit dem sie sonst zusammenarbeitet. Er baut die Häuser, sie kümmert sich ums Interrieur. Aber sie ist halt auch Malerin, zwar ohne Ausbildung, aber doch mit viel beachteten Ausstellungen in Paris. Nur in ihrer Heimat Schweden versagt man ihr die Anerkennung. Dort wird sie, als Dilettantin gesehen, da sie nie Kunst oder gar Malerei studiert hat. Ihr Ziel ist es, in diesem bewussten Winter auf den Lofoten, Bilder mit nach Stockholm zu bringen, die die Kritiker zwingen ihr Anerkennung zu zollen. Anfang November sieht es nicht so vielversprechend aus. Noch liegt kein Schnee, doch der kommt. Während sie ihr Atelier einrichtet, refelktiert sie ihr Leben, bleibt an so einigen Stationen hängen und zwischendrin malt sie und erkennt, unter anderem, dass gerade die Maltechnik, die sie sich selbst erarbeitet hat, gut geeignet ist, um die Landschaft auf der Leinwand lebendig zu werden zu lassen.
Sophie von der Linden hat ihren Roman nach den Tagebüchern von Anna Bloberg geschrieben und nimmt die Lesenden mit, in das Leben einer faszinierenden Frau, die ein Leben voller Gegensätze führte. Gesellschaftsdame auf der einen Seite, Assistentin und Partnerin ihres Mannes in Sachen Architektur, sowie Reisende und Abenteuerin. Ganz zu schweigen davon, eine Frau, die in Farben und Bildern dachte und einiges an Unbequemlichkeiten auf sich nahm, um sie zu malen. Diese Gegensätze bringt Sophie Van der Linden den Lesenden nahe.
Im Licht der Lofoten
Autorin: Sophie van der Linden
Übersetzerin: Valerie Schneider
Verlag: Mare
ISBN: 9783866487536
Preis: 20,00 €














