Die Hexen von Wild Hill von Kirsten Miller

Bessie ist die erste der Familie, die 1629 nach Wild Hill kommt und von Puritanern, die sie als Hexe verdammen aufgehängt wird. Danach ist der Ort verlassen und erst 4 Jahrhunderte später landet eine Nachfahrin Bessies, Sadie, in Wild Hill und macht sich den Ort zu eigen. Sadie ist in der Lage Geister zu sehen und sie weiß um ihre Aufgabe, denn ihre Ahnfrauen haben ihr erklärt, was die Älteste von ihr erwartet. Es geht darum den Männern, die in ihrer Gewinnsucht die Natur und den Planeten zerstören, zu strafen und ihnen ihre Macht zu entreißen. Sadie ist die Stammmutter für die mächtigen drei Hexen, die dieses bewerkstellugen sollen. So kommen Brigid, die erfolgreiche Schauspielerin, Regiseurin und Produzentin von Horrofilmen, ihre Schwester Phoebe, die Kräuterfrau und Heilerin und Sibyl, Phoebes Tochter nach Wild Hill und beginnen, von den Ahninnen, der Geisterfrau Bessie und der Ältesten geleitet, ihr Werk und räumen auf unter den Gierigen.

Es ist Oktober, Herbstbeginn, Halloween steht vor der Tür und es ist Hexenzeit. Kurz vor Halloween fliegen sie in Scharen durch die Bücherwelt und viele von ihnen sind der Art stereotyp, dass man das Grausen kriegt, allerdings nicht aus den erhofften Gründen, sondern einfach weil es so flach und einfallslos ist.
So ist es immer eine Freude, wenn sich zwischen all dem Einheitsbrei,ein Buch findet, dass die üblichen Klischees einerseits bedient, sie aber trotzdem bricht. Genau das macht Kirsten Miller in Die Hexen von Wild Hill. Das Buch zu lesen, war mir ein Fest. Eine sehr heutige Geschichte und ein wundervoll schwarzer Humor.
Die Hexen von Wild Hill
Autorin: Kirsten Miller
Übersetzerin: Jasmin Humburg
Verlag: Eichborn
ISBN: 9783847902478
Preis: 18,00 €
