RED von Felicity McLean
Ruby McCoy – genannt Red – lebt mit ihrem Vater Sid in einem heruntergekommenen Haus an der Küste Victorias/Australien. Sid ist ein Träumer, immer voller verrückter Ideen, doch dummerweise nicht mit der Disziplin ausgestattet, auch nur eine von ihnen umzusetzen. Seine Pläne vom schnellen Reichtum kommen nie zu irgendwas. Red erlebt sehr schnell Polizeigewalt und Korruption. Sergeant Healy ist der Erzfeind der McCoys und irgendwann haben seine Versuche Sid in seine Machenschaften einzuspannen und ihn irgendwann in den Knast zu bekommen Erfolg. Es ist 1990 und Red ist fünfzehn, als das geschieht und als Healey versucht auch sie in seine Geschäfte einzuspannen, sinnt sie auf Rache.
Felicity McLean lässt Red ihre Geschichte aus der Gefängniszelle herauserzählen. Mit Red hat sie eine weibliche Ned Kelly Figur geschaffen. In dem Vorwort weist sie darauf hin, dass der ungewöhnliche Stil des Buches, ein Gedankenstrom fast ohne Interpunktion, eine Anlehnung an den Jerilderie-Brief ist, den Ned Kelly 1890 verfasste und in dem er die englischen Gesetze und die Korruption anklagte.
Es ist ein ungewöhnliches Buch und noch ungewöhnlicher für einen Krimi. Zuerst ist es ein wenig ungewöhnlich sich in dem Wortstrom ohne Punkt und Komma zurechtzufinden, doch denn reißt er einen mit.
RED
Autorin: Felicity McLean
Übersetzerin: Kathrin Bielefeld
Herausgeber: Jürgen Ruckh
Verlag: Polar
ISBN: 9783910918337
Preis: 17,00 €

