Noatun von William Heinesen
Das Kleinstadtleben auf den Faröer hat Nils Peter und seiner Familie, sowie einigen anderen, nicht viel zu bieten. So beschließt die kleine Gruppe ein Stück Land zu pachten und eine Landwirtschaft aufzubauen. Das Landstück ist bekannt als Dødmandsdal und es heißt, dort sei einmal ein Schiff auf Grund gelaufen. Totmanntal, ist nun nicht gerade ein verlockender Name für ein Dorf im Aufbau und so nennen sie Noatun, nach der Halle des nordischen Gottes des Meeres, Njörd.
Das Leben ist hart, es ist ein ständiger Kampf gegen die Elemente. In der Sommersaison sind die meisten Männer auf See, denn das ist die einzige Möglichkeit Geld zu verdienen, zurück bleiben die Frauen, Kinder und Alten, die weiter versuchen die Landwirtschaft in Gang zu bringen. Ob alle Männer von den gefährlichen Fahrten zurückkommen, ist denkbar ungewiss, wie Sara, eine jungverheiratete Frau feststellen muss.
Doch Stürme, Steinschläge, Hunger und harte Arbeit sind nicht die einzigen, die es erschweren Noatun zu einer blühenden Gemeinde zu machen. Rezession im Land, Gerede und übelmeinende, wohlhabende Bauern, sind eine weitere.
William Heinesen (1900 – 1991) beschreibt eindrucksvoll das Leben, dieser Menschen. Zeigt ihren Eigensinn, ihr Durchhaltevermögen und ihren Glauben an eine bessere Zukunft. Sie sind wortkarg, die Noatuner, aber sie singen gerne. So finden sich immer wieder Liedverse eingewoben in der Handlung. Ein eindrucksvolles Buch.
Noatun
Autor: William Heinesen
Übersetzerinnen aus dem Dänischen: Inga Meinecke und Verena Stössinger
Nachworte von: Klaus Müller-Wille und Sólrún Michelsen
Verlag: Guggolz, Berlin
ISBN: 9783945370520
Preis: 26,00 €

