• Krimi,  Uncategorized

    Tödliche Felder von Malin Thunberg Schunke

    Ein neuer Fall für Fabia Moretti und Esther Edh von Eurojust. Vordergründig geht es darum einen rumänischen und zwei polnische Staatsbürger aufzufinden, von denen man zuletzt von einer der Tomatenplantagen in Italien gehört hat. Doch Corrado Sanna, von der italienischen Polizei, hat noch ein weiteres Anliegen und das hat einen Namen: Francesco Vitall. Bereits in einem anderen Fall ist haben sich ihre Wege gekreuzt, leider war es nicht möglich ihn dingfest zu machen oder ihm auch nur konkrete Verbindungen zur Camorra zu beweisen. Doch Vitali ist im Vorstand von Ecolofruit, eine der Plantagen, auf denen die verschwundenen Arbeiter zuletzt gesehen wurden. Es wird beschlossen einen Undercover Agenten einzuschleusen, der sich umhören soll. Dieser entdeckt nicht nur, die unmenschlichen Bedingungen, unter denen die Arbeiter dort leben. Die Menschen die dort schuften, werden wie Sklaven gehalten. Doch Tommasso, der Undercover Agent, entdeckt unter anderem, dass in dem Biobetrieb großzügig in der EU, und im Bioanbau erst recht, verbotetene Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Diese Entdeckung bringt Tommass

    Manchmal liest man einen Kriminalroman und denkt, ach nee, dass ist nun aber ein wenig weit hergeholt. Liest man die Bücher von Malin Thunberg Schunke, ist es umgekehrt, in dem Fall muss man sich immer einmal daran erinnern, dass es Fiktion ist. Fiktion gekonnt mit Fakten gepaart. Gerne mehr davon.

    Tödliche Felder
    Autorin: Malin Thunberg Schunke
    Übersetzerin aus dem Schwedischen: Stefanie Werner
    Verlag: Polar Verlag
    ISBN: 9783910918443
    Preis: 17,00 €
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  • Biogragisch/Autobiografisch,  Uncategorized

    Wir sind alle gleich, Monsieur – Eine Feministin erhebt Einspruch – Louise Dupin – Herausg: Rudolf von Bitter

    Louise Dupins (1706 – 1799) Schrift „Gegen das Vorurteil von der Ungleichheit der Geschlechter“ wurde nicht zu ihren Lebzeiten veröffentlicht. Sie diktierte weite Teile einem gewissen Jean-Jaques Rosseau, der einige Zeit Sekräter im Hause Dupin war. Der Text wurde in den 50er Jahren bei einer Versteigerung seiner Handschriften entdeckt. Insgesamt soll das Werk an die 3000 Blätter umfassen. Für dieses, wie immer im Wagenbach Verlag, wunderschön aufgemachte Büchlein, hat Rudolf von Bitter Auszüge übersetzt und herausgegeben. Zu Wort kommen auch ihre Stief-Enkelin George Sand mit ihrem Text „Die Berühmheit in meiner Familie, Jean-Jaques Rosseau mit einem Auszug seiner „Bekenntnisse“ in dem er von seiner Zeit als Sekräter und Besucher des Salons von Louise Dupin erzählt. Zu diesen Besuchern gehörte ebenso Voltaire, der sich in seinem Sketch „Frauen, seid untertan euren Männer“ deutlich der Argumentation Louise Dupins bedient.

    Louise Dupin war eine vielseitig interessierte Frau, sie war belesen, hoch gebildet und auch wissenschaftlich interessiert. In ihrem Text „Gegen das Vorurteil von der Ungleichheit der Geschlechter“ verzichtet sie darauf zu theoretisieren. Sie beginnt einfach und praktisch mit den körperlichen Unterschieden und damit, wie sehr die Argumention hinkt, dass diese eine wirkliche Rolle spielen. Sie bezieht sich auf ältere Texte in denen die angeblich geringere Intelligenz von Frauen behandelt wird und entkräftet sie, logisch und mit praktischen Beispielen. Zum Beipiel, dass Mädchen in der Regel keine umfassende Ausbildung erhalten.

    Der Text ist 300 Jahre alt und beim Lesen stellen sich widersprüchliche Gedanken ein. Der eine: Ja, wir haben viel erreicht! Der andere: Es ist noch soviel zu tun! Es stimmt, dass es Frauen mittlerweile auf Vorstandsposten und in Machtpositionen schaffen, doch nur, wenn sie den patriachalischen Rahmen nicht in Frage stellen. Ungleiche Bezahlung und eine höhere Belastung in der Haus- und Pflegearbeit für Frauen, sind immer noch Tatsache.

    Wir leben in einer Zeit, in der so viele Errungenschaften des Feminismus auf der Kippe stehen und gerade darum ist es gut, dass dieser Text von Louise Dupin, der sich übrigens sehr heutig liest, nun vorliegt.

    Wir sind alle gleich, Monsieur - Eine Feministin erhebt Einspruch
    Autorin: Louise Dupin
    Weitere: George Sand, Jean-Jaques Rosseau, Voltaire
    Herausgeber und Übersetzer: Rudolf von Bitter
    Verlag: Wagenbach Edition: Salto
    ISBN: 9783803113870
    Preis: 22,00 €
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  • Pendragon Verlag,  Roman

    Mit dem ersten Licht von Florian Knöppler

    Eine perfekte liebevolle Familie, ein schönes Zuhause und Freund:innen, das alles hat Arne und doch fühlt er sich einsam. Er ist einer, der immer bei allem mitmacht, aber sich nie zugehörig fühlt. Als Laura in seine Klasse kommt, verliebt er sich in sie und die Beiden kommen sich schnell näher. Arne ist nicht mehr einsam, obwohl er sehr wohl spürt, dass bei Laura etwas nicht stimmt.

    Florian Knöppler erzählt Arnes und Lauras Geschichte über einen Zeitraum von mehreren Jahren, die beiden sind 14 als sie sich kennenlernen und das Buch endet, als sie Anfang zwanzig sind. Es ist eine bittersüße Liebesgeschichte, die von so einigem belastet ist. Einsamkeit, Depression, Trauer, häusliche Gewalt und das überwältigende Gefühl erster Liebe, machen den Protgonist:innen zu schaffen. Es ist ein Buch in das man sanft reingezogen. Es ist eine Gesichte der leisen Töne.

    Doch ich habe auch einen Kritikpunkt. Die Dialoge wirken oft gestelzt, zu erwachsen. Immer wieder dachte ich, so reden junge Leute nicht untereinander. Da hätte ich mir mehr Authentizität gewünscht.

    Mit dem ersten Licht
    Autor: Florian Knöppler
    Verlag: Pendragon
    ISBN: 9783865329257
    Preis: 24,00

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