Pendragon Verlag

  • Pendragon Verlag,  Roman

    Mit dem ersten Licht von Florian Knöppler

    Eine perfekte liebevolle Familie, ein schönes Zuhause und Freund:innen, das alles hat Arne und doch fühlt er sich einsam. Er ist einer, der immer bei allem mitmacht, aber sich nie zugehörig fühlt. Als Laura in seine Klasse kommt, verliebt er sich in sie und die Beiden kommen sich schnell näher. Arne ist nicht mehr einsam, obwohl er sehr wohl spürt, dass bei Laura etwas nicht stimmt.

    Florian Knöppler erzählt Arnes und Lauras Geschichte über einen Zeitraum von mehreren Jahren, die beiden sind 14 als sie sich kennenlernen und das Buch endet, als sie Anfang zwanzig sind. Es ist eine bittersüße Liebesgeschichte, die von so einigem belastet ist. Einsamkeit, Depression, Trauer, häusliche Gewalt und das überwältigende Gefühl erster Liebe, machen den Protgonist:innen zu schaffen. Es ist ein Buch in das man sanft reingezogen. Es ist eine Gesichte der leisen Töne.

    Doch ich habe auch einen Kritikpunkt. Die Dialoge wirken oft gestelzt, zu erwachsen. Immer wieder dachte ich, so reden junge Leute nicht untereinander. Da hätte ich mir mehr Authentizität gewünscht.

    Mit dem ersten Licht
    Autor: Florian Knöppler
    Verlag: Pendragon
    ISBN: 9783865329257
    Preis: 24,00

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  • Krimi,  Pendragon Verlag,  Roman

    Das Nest von Sophie Morton-Thomas

    Fran betreibt eine Wohnwagensiedlung in der Nähe von Norwich. An deren Rand lebt sie mit ihrem Mann Dom und Sohn Bruno. Es ist ein idyllisches Fleckchen, während Dom in der Stadt arbeitet, verwaltet Fran die Siedlung und kümmert sich um ihren Sohn. Auf dem Platz leben auch Frans Schwester Ros, ihr Schwager Ellis und deren Tochter Sadie. Ellis hatte Alkoholprobleme und Ros und er sind arbeitslos. Es ist früh im Jahr, kaum einer der Wohnwagen ist besetzt. Frans größte Freude ist es, die Vögel des Marschlandes zu beobachten. Doch es stehen Veränderungen bevor. Bruno und Sadie bekommen eine neue Lehrerin und eine Gruppe Roma lassen sich in der Nähe der Wohnwagensiedlung nieder. Die Lehrerin sorgt für Gesprächsstoff in dem kleinen Ort, dann ist sie plötzlich verschwunden und wird wenig später ermordet aufgefunden. Alles unausgesprochene hängt wie eine Gewitterwolke über den Menschen und man spürt in jedem Satz, dass es sich jederzeit entladen kann.

    Sophie Morton-Thomas hat sich für zwei Erzählperspektiven entschieden, einmal lässt sie Fran zu Wort kommen und zum anderer Tad, einen älteren Roma. Tad sieht von außen auf die Spannungen zwischen Fran und den ihren. Und die gibt es nicht zu knapp. Da ist Sadie, Frans Nichte, die immer ein wenig zu erwachsen scheint und mit Bruno Geheimnisse teilt. Da ist Ros, die in einer Depression festhängt und Ellis, der mit seinen Dämonen kämpft. Frans Mann Dom, der sich anscheinend allem entzieht und Fran selbst, die sich mehr und mehr in die Vogelbeobachtungen flüchtet. All das Unausgesprochene, zu denen noch die Verdächtigungen kommen, wer die Lehrerin ermordet haben könnte, hängen wie eine dunkle Wolke über allen.

    Das Nest, ist in so fern ein Krimi, dass es einen Mord gibt, der geklärt werden soll. Doch es ist bei weitem kein Who dunnit?, denn es gibt nicht den Ermittler oder die Ermittlerin. Auch das Opfer findet kaum Erwähnung, es geht mehr darum, welche Auswirkung die Gewalttat auf die Menschen in der Umgebung hat.

    Das Nest lässt sich nur schwer in eine Schublade packen. Außer in diese: Ein sehr gutes, brilliant geschriebenes Buch!

    Das Nest
    Autorin: Sophie Morton-Thomas
    Übersetzerin: Lea Dunkel
    Verlag: Pendragon
    ISBN: 9783865329097
    Preis: 22,00 €
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  • Krimi,  Pendragon Verlag

    One for the Rock von Kevin Major

    Sebastian Synard, Ex-Lehrer, aktuell Fremdenführer und Inhaber des Tourismusunternehmens One for the Rock(s) auf Neufundland, ist mit einer Reisegruppe von sechs Personen unterwegs, von denen einer von der Klippe stürzt. Ein Unfall? Natürlich ist es möglich, doch so einiges deutet so nach und nach darauf hin, dass da vielleicht doch jemand nachgeholfen haben könnte. Doch welcher dieser sechs sehr unterschiedlichen Leute? Und vor allem warum? Sebastian beginnt Fragen zu stellen, was ihm nicht so gut bekommt.

    „One for the Rock“ ist der Auftakt zu einer Krimiserie, um den Fremdenführer, Bücherfreund und Whiskyliebhaber Sebastian Synard. Neufundland, die Heimat des Autors, ist natürlich ein wundervolles Setting für eine Krimigeschichte; und vor allem bei weitem nicht so abgegrast, wie manche andere Regionen. Der Protagonist ist natürlich auch mit einer persönlichen Geschichte versehen, geschieden, ein Sohn und überraschender Hundebsitzer. Er liebt Whisky und Bücher, schreibt einen Blog dazu und lässt es sich gerne gutgehen. Seine Touren sind exklusiv, was die überschaubare Zahl der Teilnehmer erklärt.

    Der Erzählstil des Autors ist locker und es macht Spaß einen Blick in Sebastians Leben zu werfen, und dabei so einiges über Neufundland und Whisky zu erfahren. Doch genau hier liegt auch die Schwäche des Buches. Etwas weniger Sightseeing und Whiskyplauderei und dafür ein wenig mehr Augenmerk auf den Krimiplot, der an einigen Stellen doch ein wenig lau wirkt, hätte dem Buch gut getan. Trotz dieses Mankos habe ich „One for the Rock“ gerne gelesen und empfehle es gerne weiter.

    One for the Rock
    Autor: Kevin Major
    Übersetzer: Norbert Jakober
    Verlag: Pendragon
    ISBN: 978-3-86532-859-5
    Preis: 18,00 €